Hobelmaschine – welche wird es?

Wie ist es gerad?

Seit langem möchte ich eine eigene Hobelmaschine anschaffen. Ich kann zwar eine Maschine in der Verwandschaft nutzen. Das Gerät stamm aus den 50er Jahren und hat entsprechend fast keine Sichheitseinrichtungen. Frei drehende Transportwalzen, Welle auf dem Abrichttisch nicht abgedeckt….da habe ich schlimmes Kopfkino. Außerdem gibt es keine Absaugmöglichkeit.

Blechklasse

Anfangs habe ich mich in der 300€ Klasse informiert. Vertreter wären die Güde GADH 204 und 254, die Scheppach HMS850 und 1070 oder andere von Holzmann, Zipper oder Bernardo. Die scheinen alle baugleich zu sein. Diverse Berichte im Netz und eine kurze Besichtigung im Baumarkt meines vertrauens haben mich schnell geheilt.

Dickenhobel / Abrichten von Hand

Nächste Variante: Einen Dickenhobel anschaffen und mit Handhobel abrichten. Rauhbank, Schlichthobel, Schrupphobelusw. sind vorhanden. Ordentliche Dickenhobel für den Heimwerkerbereich sind zum Beispiel von Makita, Dewalt oder Bernardo erhältlich. Auch Metabo hat was im Programm.

Das Abrichten von Hand ist recht mühselig und erfordert Erfahrung. Wenn man mehrere Werkstücke bearbeiten möchte, ist ein Tag schnell weg. Nichts für mich.

Heimwerkerklasse / Einsteiger

Hier wird es langsam interessant. Ein Modell mit intefrierter Absaugung wird von allen einschlägigen Anbietern vertrieben: Holzmann HOB260ABS, Bernardo PT260, Güde GADH254 zum Beispiel. Preis 600 bis 1000€, je nach Farbe. Hobelbreite ca. 25cm, Gewicht um 75kg, integrierte Absaugung.

Damit kann man schon was anfangen. Nachteil ist die recht leichte Verarbeitung und besonders die kurzen Abrichttische.

Heimwerkerklasse / Mittel

Das sind Geräte, die ebenfalls um 250mm Arbeitsbreite haben. Das Gewicht ist hier etwa doppelt so hoch, wie bei den obigen Geräten. Preis ab 800€. Zum Beispiel die Holzmann HOB260eco spielt in dieser Liga. Gusstische, die auch länger sind, robustere Verarbeitung. Absaugung muß extra gekauft werden.

Heimwerker / Richtung Profi

Hier reden wir über geräte, die ab 1300€ kosten. Gewicht über 200kg, insgesamt größer und robuster. Das ist nach meiner Meinung etwas für den ambitionierten Hobbytischler, der Wert auf Qualität legt. Die Abrichttische sind lang genug auch für Werkstücke um 2m, teilweise sind 4 Messerwellen verbaut. Optional können teilweise auch Streifenmesserwellen geordert werden.

Das ist das Richtige für mich.

Vertreter sind zum Beispiel die Holzmann HOB 305pro, Bernardo FS 310N, oder auch die (allerdings viel teurere und hochwertigere) Hammer A3 Serie. Empfehlungen heimst übrigens die Bernardo ein. Soll sehr gut verarbeitet sein und verfügt sogar über eine digitale Dickenanzeige. Von dieser Klassen haben die hersteller meist mehrere Modelle im Programm, die etwas unterschiedliche Anforderungen erfüllen.

Profiklasse

Die startet, wenn die Maschinen Felder, SCM oder Bäuerle heißen. Preise für den normalen Hobbyisten jenseits von Gut und Böse, Verarbeitung ultraschwer. Wer länger sucht, bekommt gebraucht sicherlich was unter 2000€, in der Regel spielt sich alles darüber ab – wenn die Maschine noch nicht zu alt und gut in Schuß ist.

Eisenschweinklasse

Sucht man in verschiedenen Foren, werden oft Maschinen dieser Kategorie empfohlen. 20 Jahe alt, eine Tonne schwer und für Generationen gebaut. Wer sich damit auskennt oder Gefallen am Schrauben gefunden hat…..

Nichts für mich. mesitens schwierige Ersatzteilversorgung, zu groß und relativ teuer. Schnäppchen sind eher selten, weil viele Hobbytischler soetwas suchen.

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